Tag 4

10.03.2025 05:05

Naja, ich habe es gestern am Abend dann doch nicht mehr geschafft. Ich bin am Abend einfach nur mehr ins Bett gefallen. Es war ein recht ausgefüllter Tag, der mich wieder versöhnlich gestimmt hat.

Um 08:00 Uhr hat mich Nikos mit dem Auto abgeholt und zum Startpunkt meiner Wanderung auf den Olymp gebracht. Mit jedem Schritt bergauf in dieser ruhigen, friedlichen, ja paradiesischen Umgebung, wurde auch ich wieder ruhiger, mein innerer Frieden kehrte zurück und wurde stärker, beim Anblick der erwachenden Natur kam ein Lächeln in mein Gesicht, ich betete viel, ja, und redete auch mit mir selbst, ich sprach mit Gott, fragte ihn dies und das und spürte Antworten.

Oben, am Gipfel, da war es zauberhaft schön. Die Sonne strahlte - ich strahlte - vielleicht strahlten wir sogar um die Wette - und für Euch alle und für alle Menschen, die dieses Licht brauchen, für alle, die ich Euch in so liebevoller Verbundenheit in meinem Herzen trage, habe ich in der Profitis Elias Gipfelkapelle ein Licht des Friedens, der unendlichen Liebe, der Herzverbundenheit, des Friedens und der Hoffnung angezündet. Möge Euch dieses Licht erreichen.

Nach Momenten der Ruhe und des Friedens beim Gipfelkreuz bin ich hinunter gewandert nach Agiasos.

In dem bezaubernden Ort, es ist einer der wichtigsten und meistbesuchten Wallfahrtsorte der Insel, bin ich gleich in die Marienkirche und habe dort wieder ein Licht für Euch, meine lieben Freunde angezündet.

Danach habe ich noch einen kurzen Rundgang durch den Ort gemacht. Obwohl Sonntag ist, waren viele der Geschäfte offen, die Kaffee´s alle voll. Fast alles Griechen, nur ganz vereinzelt habe ich Touristen gesehen.

Nikos hat mich abgeholt. Gemeinsam sind wir zu seinen Olivenbäumen gefahren, wo ich versucht habe, ein ganz kleines bisschen mitzuhelfen und wieder bemerkte, was für eine unglaublich harte Arbeit das ist. Alleine dieses Wissen lässt mich künftig jeden einzelnen Tropfen Olivenöl viel höher zu schätzen. Für diese neue Erfahrung bin ich unendlich dankbar.

Die Arbeiter haben wir dann noch zu ihren Autos gebracht und die prall gefüllten, schweren Olivensäcke in die Ölmühle, wo zu dieser Zeit auch am Sonntag gearbeitet wird. Nach getaner Arbeit und einem langen, erfüllten Tag sind wir noch in das Restaurant Martano, wo wir glücklich und zufrieden gespeist haben. Die Gemüselaibchen waren ein Traum.

Jetzt könnt Ihr meine Bemerkung "Ich bin am Abend einfach nur mehr ins Bett gefallen" zu Beginn dieser Geschichte bestimmt besser verstehen.

Und jetzt wartet ein neuer, bestimmt wieder sehr ereignisreicher Tag auf mich. Nikos wird mich gleich abholen, wir beginnen im Lager mit der Verteilung der Schuhe, müssen aber vorher anhand von Listen noch die richtigen Schuhgrößen heraussuchen, alles korrekt zuordnen und in Säcke packen - und natürlich sind da auch wieder Süßigkeiten dabei.

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